12:11 Uhr | 09.09.2010 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressumSitemapInhaltsverzeichnis
 


26.02.2010, 14:05 Uhr | Übersicht | Drucken
Pressemitteilung der CDU Fraktion Marzahn-Hellersdorf

Riesige Schulkomplexe erschweren individuelle Förderung

„Wir haben mit der Änderung der Schulentwicklungsplanung die größte Reform im Berliner Bildungssystem der letzten Jahrzehnte im Fachausschuss diskutiert“, sagte Kathrin Bernikas gestern bei der Aussprache zur Änderung der Schulentwicklungsplanung in der Sitzung der BVV Marzahn-Hellersdorf.

Unstrittig war von Beginn an, dass die Hauptschule reformiert werden muss, da nur 10 Prozent ihrer Schülerschaft nach dem Verlassen einen Ausbildungsplatz erhalten, obgleich sie die teuerste Schulform mit dem höchsten Lehrereinsatz ist.

„Die CDU sieht allerdings eine Problemlösung nicht in der bloßen Abschaffung von Haupt-, Real- und Gesamtschule und einer Einführung einer neuen Schulform – der Sekundarschule – ohne hervorragende inhaltliche und pädagogisch fundierte Konzepte.“, so Bernikas weiter.

„Die Klassenfrequenzen für die Sekundarschulen wurden auf 25 Schüler festgelegt. Für eine individuelle Förderung von Schülern eine denkbar schlechte Lernsituation – schlechter als an den bestehenden Hauptschulen. Ganz besonders bei diesen Schülern geht es aber um eine intensive Beziehungsarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Riesige Schulkomplexe werden nun kleinere Schulstandorte ersetzen und das soziale Miteinander zusätzlich erschweren. Wenn es auf Schulhöfen Konflikte und Gewaltsituationen gibt, können Lehrer dann nur noch schwer überblicken, wohin Schüler gehören und sie gezielt ansprechen. Man kennt dann nur noch wenige Schüler persönlich, Beziehungsarbeit verschwimmt.“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Große Lehrerteams haben einen hohen Aufwand, Schulregeln, Verhaltensregeln, Werteerziehung und soziales Lernen ganzheitlich für Schüler transparent zu gestalten. Praxiserfahrungen werden aber leider hierbei ignoriert.“, so Kathrin Bernikas, die selbst als Lehrerin unterrichtet.

Die CDU befürchtet, dass das Abitur der Sekundarschule nach 13 Jahren absolviert, ein Abitur der 2. Klasse sein wird. Die Union wollte deshalb immer, dass alle Schüler mit guten Leistungen die Möglichkeit erhalten, ihr Abitur abzulegen. Das „Produktive Lernen“, welches an vielen Hauptschulen ein bewährtes Modul war, wird nun mit dem „Dualen Lernen“ an den Sekundarschulen nicht mehr vergleichbar sein. „Duales Lernen ist leider nur ein gut klingender Begriff, gut gemacht, ist aber etwas anderes.“, beklagte Kathrin Bernikas. „Schon mit einer Betriebsbesichtigung in einem Schuljahr wäre die Senatsverwaltung zufrieden. Ebenso möglich ist die Teilnahme am Girls-Day, damit die Sekundarschule „Duales Lernen“ konzeptionell ausfüllt.“

„Wir bedauern es als CDU sehr, dass die große Chance einer notwendigen umfangreichen Bildungsreform von der Kita bis zur Ausbildung nicht genutzt wurde. Einzelne Puzzleteile werden lediglich neu bemalt. Teure Modellprojekte, wie die Gemeinschaftsschule, haben nur ein ideologisches Fundament. Die Kinder und Familien in dieser Stadt hätten es verdient gehabt, ein Bildungssystem des Aufstiegs und der Chancenvielfalt zu erhalten, mit inneren und äußeren Differenzierungsangeboten.

Wir werden als CDU im Bezirk die Schulen unterstützen, den schwierigen Reformprozess der vor ihnen liegt, zu meistern. Der Erhalt und die langfristige Sicherung aller Gymnasien ist und bleibt außerdem für uns ein wichtiger Schwerpunkt.“, so Bernikas weiter.

26. Februar 2010



Ältere Artikel finden Sie im Archiv.
Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
Termine
CDU Landesverband
Berlin
Ticker der
CDU Deutschlands
 
   
0.63 sec. | 3695 Visits